Schamanismus 

Marietta Bittel

Videoerklärung zu Schamanismus und der schamanischen Heilreise

Trommelreise mit Rückholsignal




Mein Weg als Schamanin 

Als Kind lebte ich, wie viele andere meiner Mitmenschen, in einem Walliser Bergdorf, mehr draussen in der Natur als drinnen. Das galt für Sommer und auch für den Winter. 
Wir lebten und beschäftigten uns vor allem im Wald, auf den Bäumen bei den Kühen, den geliebten Schafen und Geissen. 
 
In dieser Zeit gab es noch keinen Kindergarten, daher wurden wir direkt mit 7 Jahren eingeschult. Später sagte ich, „sie haben uns von den Bäumen heruntergeholt und in die Schulbänke gedrückt“. 
 
Entsprechend schwierig war für mich der Einstieg in die Schule, in der wir üblicherweise den ganzen Tag stillsitzen mussten und überhaupt sehr viel mussten. Meine innere Natur und auch die Beziehung zur äusseren Natur wurde übergangen und war auf einmal nicht mehr wichtig. Ich erinnere mich noch gut an diese Sehnsucht und das grosse Unverständnis, in einem Klassenzimmer und in der Kirche eingesperrt zu sein. 
 
Funktionieren war das wichtigste, die innere Natur lag schlafend am Boden und die inneren Schamaninnen und Schamanen von meinen Mitschülerinnen und mir drohten zu ersticken. Trotzdem gaben meine Eltern, sich alle Mühe mich liebevoll zu begleiten. 
 
Irgendwann nach verschiedenen Ausbildungen, begann ich in einer Gruppe zu meditieren und das schamanische Wissen brach aus mir hervor. Es war das Wissen von mir als Schamanin aus der vorangegangenen und aus dieser Inkarnation. 
 
Das war ein grosser Schock und auch eine unbändige Freude. Aber es sollte einen Moment dauern, bis ich verstand, was da hervorgebracht wurde. 
 

Ich machte tiefe Erfahrungen bei verschiedenen schamanischen Lehrerinnen und Lehrern, in der Schweiz und in Deutschland. Vor allem konnte ich viel lernen in den verschiedenen Aus- und Weiterbildungen bei C. Zumstein.

Sehr prägend für mich war die Reise in den Amazonas zu den indigenen Schamanen und Schamaninnen. Meine eigenen Trommel-Reisen, später auch die Reisen mit D. Frey zusammen, brachten mir viele Erkenntnisse. Daraus entwickelte sich eine eigene Arbeitsweise und schamanisches Wissen. Unermüdlich wuchs ich mehr und mehr in diese faszinierende Welt hinein.

 
Die schamanische Welt und Weisheit werden für mich eine Heilung und eine Haltung. Es wird zu meinem Wesen. 
 

  •  2005 eröffnete ich meine schamanische Praxis in Köniz 
  • Spirituelle Energie- und Fernarbeit mit R. Bittel 
  • Heilplatz mit R. Müller und M. Lischer 
  • Seit 2007 Arbeit mit D. Frey, in Form von schamanischen Sitzungen und Unterricht von Seminaren.  
  • 2012 Gründung und Durchführung der Schule der Formlosigkeit, zusammen mit D. Frey 
  • Verfasste Bücher: Autorin M. Bittel und Autor D. Frey 

     2020, Kartenset „Die Weisheit der Transformation“ 
     2022 Buch „Die Welt der Kundalini“ 
     Weiteres Buch in Bearbeitung, „Das Wissen der Seelenenergie“ 
     Im Buch „Die Welt der Kundalini“ beschreiben D.Frey und ich ausführlich unsere schamanische 
     Biografie im 19. Jahrhundert in Russland. 
 
Die Schamanin Chorwacki, als Kind bei Bären aufgewachsen und von Bären injiziert, wanderte als 10-jähriges Mädchen alleine quer durch Russland. Sie meisterte dieses Leben in der Symbiose mit der Natur. Durch die vielen Initiationen und ihrem Lebensweg lebte sie die Schamanin, sie war Schamanismus. Bevor sie starb, lebte sie in einer Höhle zusammen mit einer Bärin. Die Bärin begleitete Chorwacki, in den Tod. Die letzte Kraft, die sie erfahren sollte, war das Ur-Wissen der Bärin. Nach ihrem Tod inkarnierte sie 1959 in das kleine Dorf in den Bergen. 
 
Die Nähe zur Natur war für mich als Kind fundamental. Ich spürte sie, meine Energie war ein Teil von ihr, ich träumte von ihr, wie wahrscheinlich viele Kinder. Als ich älter wurde, ist mir der Bär oft begegnet, aber ich konnte diese Energie nicht einordnen. Als ich mit schamanischen Reisen begonnen hatte, kam als Erstes eine schwarze Panterin zu mir. Sie blieb viele Jahre. Der Bär war auch immer da und begleitete mich. 
 
Erst jetzt, in der Reflexion meines schamanischen Weges ist mir bewusst geworden, dass der Bär schon bei der Geburt und somit von Anfang an da war. Jeder Mensch hat Krafttiere, bei mir ist der Bär besonders stark, weil ich seine Energie, seine Ur-Kraft, sein Ur-Wissen aus der vorangegangenen Inkarnation mitgenommen habe und weil ich mich wieder entschieden habe, den schamanischen Weg gehen. 
 
Die Bärin steht für Wildheit, Eigenwilligkeit, Freiheitsstreben, Natur- und Lebenskraft. 
Sie steht für Bodenständigkeit, Mut, Intuition und Kraft. Wenn ich mein Leben rückblickend anschaue, haben diese Themen sehr viel mit mir zu tun. Ausser, dass die Bärin keine Angst hatte, ich schon. Das sorgsame Haushalten mit den eigenen Energien ist eine Kraft der Bärin, das war ein riesengrosser Lernprozess für mich, diese Balance zu finden war und ist nicht einfach. 
 
Nun kommt zu meinem schamanischen Weg der Luchs. Er begleitet mich schon sehr lange, aber diese Energie wird mir erst jetzt bewusst. Genauso wie die Bärin führt er mich immer weiter in das Sein. 
 
Der Luchs ist nicht der Hüter, sondern der Kenner von Geheimnissen, dennoch kann es schwer sein, sie aus ihm herauszulocken. Das bedeutet für mich eine weitere grosse Transformation. Die Idee ist, diese Energie vollkommen in mich aufzunehmen und die Weisheit und Sehkraft des Luchses zu integrieren und umzusetzen. 
 
Jeden Tag gehe ich meinen Weg, mal tappe ich in die Fallen meines Egos und mal nehme ich wahr, was mein Sein mich lehrt und wie frei es mich macht.